Von »deutschen Männern« und »deutschen Frauen«

von Jakob Becksmann, erschienen in ThUg Magazine #1

Die AFD ist eine „Partei der Rechten mit bestimmten extrem rechten Tendenzen im Hinblick auf ihre Inhalte und ihr Personal“ 1. Teilt man diese Analyse, wird es einen wenig überraschen, dass die AFD neben euro(pa)skeptischen, nationalistischen und marktradikalen Positionen auch im Hinblick auf geschlechtspolitische Themen mehr als einfach nur unsympathisch ist. Gerade der Kampf gegen »Gender Mainstreaming« wird mit harten Bandagen geführt. Es ist von »staatlicher Umerziehung«, »Indoktrinierungs- und Missionierungsversuchen« oder den Machenschaften einer »Homolobby« die Rede2. Die Art der Begriffe, mit denen hier gearbeitet wird, legt schon die Brutalität nahe, mit der dieser Kampf von rechten Organisationen weniger bürgerlichen Anstrichs geführt wird. Besonders drastische Äußerungen rufen in regelmäßigen Abständen die erwartete mediale Empörung hervor. Wirklich überrascht scheint aber auch hier nie jemand, denn es gilt als allgemein bekannt, dass Rechte sich die Frauen zurück an den Herd wünschen und Homosexualität am liebsten abschaffen würden.

Tatsächlich spielt das Thema »Geschlecht« bzw. eine generell geschlechterreflektierende Arbeitsweise bei der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten3 in gesellschaftlichen Debatten und ebenso in der Forschung nur selten eine Rolle. Ausnahmen aus jüngerer Vergangenheit bilden dazu die Diskussionen um Beate Zschäpes Funktion im NSU oder die Forderungen des beurlaubten Geschichtslehrers Björn Höcke nach einem »mannhafteren« Deutschland. Dabei zeigen sich an diesen Beispielen bereits sehr deutlich wichtige Punkte, denen unbedingt näher auf den Grund zu gehen wäre. Zum einem die Frage danach, wie gut sich die Realität rechtsextremer Frauen mit einer Beschränkung auf eine passive Rolle der Mutter und Hausfrau tatsächlich fassen lässt. Zum anderen eine Klärung dessen, warum Höcke nun gerade der Etablierung bestimmter Geschlechterbilder einen zentralen Stellenwert in seiner Rede einräumt bzw. darin eine adäquate Antwort auf die postulierte Diagnose von »Islamisierung« und »Asylchaos« sieht.

An diese Fragen möchte ich anknüpfen. Zunächst sollen dazu generelle Überlegungen und Erkenntnisse über Geschlechterrollenbilder innerhalb der extremen Rechten nachgezeichnet werden. Anschließend werde ich, um zu erklären warum geschlechtspolitische Themen überhaupt so eine große Relevanz innerhalb der extremen Rechten einnehmen, argumentieren, dass die Vorstellung von »richtigen Männern und Frauen« ein zentrales Element extrem rechten Denkens ist, dessen Wichtigkeit kaum zu überschätzen ist.

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Rechtsruck in Europa

von SJD Die Falken KV Stuttgart, erschienen in ThUg Magazine #1

Überall in Europa sind rechte und rechtsradikale Parteien auf dem Vormarsch. In Ungarn und Polen sind sie Regierungsparteien, in anderen europäischen Staaten stehen sie kurz davor, so der Front National in Frankreich und die FPÖ in Österreich. In Großbritannien repräsentiert die Brexit-Partei UKIP den Mehrheitswillen und in Deutschland erreicht die AfD zwischen 10 und 20 Prozent der Wahlstimmen. Die Programmpunkte dieser Parteien sind dem/der informierten Zeitgenoss*in gar nicht unbekannt: Sie sind für das Volk, für die Kernkraft und die Familie, gegen Homosexuelle und Gender-Mainstreaming, gegen Brüssel und den Euro, gegen Amerika und für Putin. Vor allem aber – und damit gewinnen sie die Wahlen nicht nur in Deutschland: Sie sind gegen Flüchtlinge, gegen Ausländer*innen, gegen den Islam, für Leitkultur und Volksgemeinschaft.
Von der demokratischen Mitte der Gesellschaft werden die Rechten als Dummköpfe und Anhänger*innen falscher Werte gebrandmarkt, die zu dem modernen und weltoffenen Europa nicht passen. Gleichzeitig gibt es viel Verständnis für das Wählen rechter Parteien, besonders, wenn es sich um die ‚Unterschicht‘ des jeweiligen Landes handelt: Vernünftig sei es zwar nicht, aber durchaus nachvollziehbar, dass „solche“ die Rechten wählen. Dieses Verständnis handelt sich damit allemal einen Widerspruch ein: Wenn das nicht vernünftig ist, dann sollte man es auch nicht für logisch halten. Wer das für logisch hält, äußert damit immerhin, dass sie oder er den Rechtsruck dieser Leute für eine einleuchtende und nachvollziehbare Sache hält. Mit dem ausgrenzenden Hinweis „Rassisten“ usw. und mit dem Verständnis für den Rechtsruck als für diese Leute logisch erspart man sich zu ermitteln, was die Rechten wie ihre Wähler*innen für Fehler machen und was an ihnen politisch ist; welcher Gedanke dieses Sammelsurium von Positionen zusammenhält und den Standpunkt der Rechten insgesamt ausmacht – und wie der zur offiziellen deutschen Politik steht. Darum soll es in diesem Artikel gehen.

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Aufruf für Debattenbeiträge zur 3. Ausgabe des ThUg Magazine

Aufruf für Debattenbeiträge:
ThUg Magazine

Theorie & Ungeduld – ein neues Debattenorgan der SJD – Die Falken
#3

Bundesweit haben sich einige Falken-Gliederungen zusammengetan, um eine neue TheorieZeitschrift, die als Debattenorgan für Aktive der Sozialistischen Jugend fungieren soll, zu gründen. Ziel ist die Reflexion unserer pädagogischen und politischen Praxis. Jedes Mal wird es einen Themenschwerpunkt geben, der in Form von Artikeln und Rezensionen bearbeitet wird. Außerdem soll es die Möglichkeit geben, auf Beiträge vorheriger Ausgaben zu reagieren. Die erste Ausgabe ist zur Bundeskonferenz 2017 erschienen. Die Zeitschrift soll in unregelmäßigen Abständen (etwa einmal im Jahr) erscheinen. Die zweite Ausgabe ist zur Verbandswerkstatt 2018 geplant. Die dritte Ausgabe zum Herbst-BA 2018. Jedes Mal übernimmt eine andere Gliederung die Redaktion. Die erste Redaktion hat der Landesverband Thüringen übernommen. Die zweite Ausgabe wollen die Falken aus Nürnberg erstellen, die dritte Ausgabe wird vom Landesverband Hamburg übernommen.

Die zweite Ausgabe des ThUg Magazine steht in den Startlöchern – und hiermit ergeht jetzt schon der Aufruf für die dritte Ausgabe für Artikel und Beiträge, diesmal zum Thema ‚Solidarität‘.
Wir haben unten Themenaspekte und Fragen, die wir für eine verbandliche Auseinandersetzung fruchtbar und spannend finden, zusammengestellt und freuen uns, wenn sie euch inspirieren. Ebenso freuen wir uns über Beiträge, die Facetten beleuchten, die wir nicht benannt haben. Es gibt erst einmal keine allgemeinen Vorgaben zum Umfang eines Beitrags. Dieser wird in Absprache mit der Redaktion festgelegt. Wenn du Lust hast, einen Beitrag zu verfassen, melde dich bei thug-mag@falken-hamburg.de.
Die NEUE Deadline für Beiträge für die dritte Ausgabe ist der 3.April 2018.

Themenschwerpunkt #3:
Zur Bedeutung von Solidarität für sozialistische Praxis
Theoretische Reflexionen auf Bildung und Politik

Solidarität ist ein zentraler Begriff in der linken Bewegung und auch bei den Falken. Im Gegensatz zu seinen historisch-inhaltlichen „Verbündeten“, der Freiheit und der Gleichheit, hat Solidarität ziemlich lange eher ein Schattendasein gefristet. In der letzten Zeit jedoch scheint der Begriff ein gewisses Comeback zu erleben. Solidarität ist auch ein Begriff aus der Zeit der bürgerlichen Revolution (als ‚Brüderlichkeit‘ z.B. der französischen Revolution), der dort und in der Folge stark durch die Arbeiter_innen-Bewegung geprägt wurde. Zudem spielte und spielt er in der Praxis der Sozialistischen Jugend ein zentrale Rolle, ist für viele im Verband lebendig und positiv besetzt. Den Begriff Solidarität zu schärfen und die politische Auseinandersetzung und pädagogische Praxis der Falken zu stärken, ist das Ziel des Themenschwerpunktes.
Themen und Fragen, mit denen sich in Form von Beiträgen auseinandergesetzt werden könnte, könnten sein:

Solidarität in der verbandlichen Praxis
Welche Rolle spielt Solidarität in Zeltlagern der Falken? Was lässt sich aus der Praxis der Gruppenarbeit über Solidarität lernen? Welche Bedeutung haben die (unterschiedlichen) Erfahrungen von Solidarität im Verband für die Gestaltung einer ‚Gegenwelt‘? Wird der sogenannte Soli-Fond seinem Namen gerecht? Drückt der Falken-Gruß ‚Freundschaft‘ Solidarität aus oder geht er darüber hinaus? Welche Bedeutung hat Solidarität in der internationalen Arbeit und in den internationalen Dach- und Schwesterorganisationen der Falken? Lässt sich Solidarität als die revolutionäre Praxis einer sozialistischen Utopie verstehen?

Solidarität im globalen Kontext

Was kann internationale Solidarität heute heißen? Ist Europa ein solidarisches Projekt oder kann es eines werden? Wie kann sich mensch solidarisieren ohne paternalistisch zu werden? Ist Solidarität (von wem mit wem?) eine / die Antwort auf globalisierte Konzerne und Freihandel? Ist ‚Willkommenskultur‘ (un)solidarisch? Welche Bedeutung hat Solidarität mit und unter Geflüchteten? Kapern die neuen Nazis den Solidaritätsbegriff?

Grundlagen der Solidarität

Braucht Solidarität Gemeinsamkeit(en)? In welchem Verhältnis stehen Solidarität und Ausschluss/ Abgrenzung zu einander? Birgt Solidarität die Gefahr von Unterdrückung des Individuums unter die ‚Gemeinschaft‘? Wie ist das Verhältnis von Solidarität und autoritären Strukturen? Ist Solidarität bei ausdifferenzierten Lebensstilen/Milieus möglich? Ist die Basis von Solidarität ein gemeinsames Unterworfensein unter Abhängigkeitsverhältnisse? Müssen wir von Solidaritäten sprechen? Was unterschiedet Solidarität von Mitgefühl? Ist Solidarität ein rationales, ein emotionales oder ein moralisches Konzept? Was ist solidarische Praxis im Alltag kapitalistischer Widersprüchlichkeit?

Solidarität und Arbeit

Was unterscheidet ein sozialistisches Verständnis von Solidarität von einem bürgerlichen? Ist es die Aufgabe der sozialistischen Arbeiter_innen-Bewegung, die von der bürgerlichen Revolution versprochene Solidarität zur Durchsetzung zu bringen? Wenn der aktuelle Grad der Arbeitsteilung die Menschen so aufeinander angewiesen macht wie niemals zuvor und gleichzeitig das individuelle Autonomieempfinden ebenfalls hoch ist, ist Solidarität dann ein zielführendes Konzept? Kann es eine Revolution ohne Solidarität geben? Was nützen Solidaritätsadressen in Arbeitskämpfen? Was lässt sich aus Streik(erfahrungen) über Solidarität lernen? Ist Solidarität im digitalen Zeitalter möglich und/oder notwendig? Was kann Solidarität in der Leistungsgesellschaft bedeuten?

Aufruf zu Beiträgen:
Erkenntnisse lassen sich aus ganz unterschiedlichen Formen gewinnen – jede Gruppenhelferin, jeder Gruppenhelfer der SJD – Die Falken kann ein Lied davon singen. Deswegen können wir uns ganz unterschiedliche Beitragsformen vorstellen: Neben der klassischen Form eines Artikels oder Thesen und Argumentationen zu einer der oben genannten Fragen/Themen beispielsweise auch die Besprechung eines Gemäldes, welches Aspekte von Solidarität auf besondere Weise Ausdruck verleiht, die Rezension eines Romans, in dem solidarische Handlungen und deren Verstrickung ausgeleuchtet werden, ein eigenes Gedicht, eine Filmbesprechung oder -empfehlung, die verdichtete Beschreibung einer Erfahrung, ein Interview, ….

Aufruf für Bilder, Plakate, …

Außerdem starten wir hiermit einen Aufruf, uns Fotos von Aufrufen, Plakaten, Artikeln, Flugblättern, dich sich auf Solidarität beziehen, zu senden, weil damit möglicherweise die Ausgabe bebildert werden kann.

Wir suchen Debattenbeiträge für die 2. Ausgabe des ThUg Magazine

Theorie & Ungeduld // ein Debattenorgan der SJD – Die Falken

Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe des Falken Debattenmagazins ThUg zum Thema „Erstarken der radikalen Rechten in Deutschland und Europa“ soll bald, das heißt zur Verbandswerkstatt im Mai, die zweite Ausgabe erscheinen. Die Redaktion für diese Theorie-Zeitschrift, die als Debattenorgan für Aktive und Funktionär*innen der Sozialistischen Jugend fungieren soll, wird jedes Mal von einer anderen Gliederung übernommen. Die Zeitschrift soll in unregelmäßigen Abständen − etwa einmal im Jahr − erscheinen. Die erste Redaktion hat der LV Thüringen übernommen, die nächste Redaktion übernehmen wir vom UB Nürnberg; im Anschluss geht sie in den Norden an den LV Hamburg.

Der Themenschwerpunkt wird „Die soziale Frage“ sein.

Auf der Bundeskonferenz in Erfurt gab es dazu rege Diskussionen und nicht nur bei Falken ist das so. Die soziale Frage und mögliche Lösungsvorschläge gewinnen an Aktualität, sei es durch schlechter werdende Lebensstandards und verschärfte Wohnraumkonkurrenz, durch völkische Bearbeitung sozialer Themen von rechts oder auch in Diskussionen um die Ausrichtung der eigenen Politik in der linken Bewegung. Auch die AJ (Falken-Publikation mit jugendlicher Zielgruppe) beschäftigt sich in ihrer nächsten Ausgabe mit dem Thema „Soziale Frage“. Umso wichtiger ist es, auch eine gute theoretische Debatte dazu zu führen. Wenn ihr eh schon an einer Frage dran seid, dann verarbeitet das Thema gerne entsprechend der Zielgruppe für die ThUg und die AJ.

Wenn ihr Beiträge zum Thema habt oder euch vorstellen könntet, welche zu verfassen (bitte keine falsche Scheu), schreibt uns. Gern gesehen sind auch künstlerische Beiträge jeder Art oder Rezensionen.
Um das Ziel, Debattenmagazin sein zu wollen, erfüllen zu können, braucht es natürlich auch Antworten, Entgegnungen oder Kommentare zu Artikeln der ersten Ausgabe. Wir freuen uns, wenn ihr da was beizutragen habt. Ihr habt weitere Zusendungen, die nicht zum Themenschwerpunkt passen? Meldet Euch trotzdem bei uns!

Die Deadline für Beiträge für die zweite Ausgabe ist der 22. Januar 2018.

Es gibt erstmal keine allgemeinen Einschränkungen hinsichtlich des Umfangs, die jeweilige Länge eines Beitrages wird in Absprache mit der Redaktion festgelegt.

Wenn ihr Lust habt, einen Beitrag zu verfassen, meldet euch unter thugmag@riseup.net. Wir freuen uns, von euch zu hören!

 
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Mit den nachfolgenden Fragen und Anmerkungen zum Themenschwerpunkt wollen wir Ideengeber*in für eure möglichen Artikel sein:

Zur Aktualität der sozialen Frage
In der linken Bewegung scheint die soziale Frage wieder mehr in den Mittelpunkt der eigenen Politik gerückt zu sein. Auch manche Parteien stellen die Frage nach der Wohlstandsverteilung nachdrücklicher und sogar der Papst verurteilt ein Wirtschaftssystem, bei dem der Mensch nicht im Mittelpunkt steht. Oft mag diese Tendenz auch als Reaktion auf soziale Themen, die völkisch, rassistisch und antifeministisch von rechts gesetzt werden, zu verstehen sein. Auch der Hype in der Linken um das Buch „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon zeigt: Das mögliche Versagen der Linken bei der Lösung der sozialen Frage treibt um und um ein Verständnis zum Verhältnis „soziale Frage“ und „Erstarken der Rechten“ wird gerungen. Warum scheint die soziale Frage bei vielen gesellschaftspolitischen Akteuren wieder aktueller zu werden? Ist das überhaupt so? Was sind neue Ansätze der Bearbeitung der sozialen Frage von links und anderswo? Welche (neuen) Positionierungen haben Parteien zur sozialen Frage vorge¬nommen? Ist eine mögliche Aktualität der sozialen Frage nur eine Reaktion auf den Rechtsruck? Kann man auf Grund der erstarkten Rechten von einem Versagen der Linken in der Auseinandersetzung mit der sozialen Frage sprechen? Was würde das für eine geänderte Praxis bedeuten?

Wie ist die Welt, die die soziale Frage stellt?
Dass die soziale Frage überhaupt gestellt wird, sagt unseres Erachtens schon mal etwas über diese Welt aus. Wie sieht diese Welt aus? Wie verhält es sich mit Armut und Elend – in Deutschland, Europa und weltweit? Welche Sprache sprechen Zahlen und Fakten zu der Frage? Was ist relative, was ist absolute Armut und warum interessiert uns das? Warum sprechen viele Linke − auch bei den Falken − davon, privilegiert zu sein? Und was hat das für eine Auswirkung auf unsere Theorie und Praxis? Was hat es damit auf sich, wenn insbesondere Studierende sich als Teil der gesellschaftlichen Elite betrachten? Wie sieht dieses „Privileg“ des studentischen Lebens tatsächlich aus? Was ist Elend und tritt dieses nur materiell in Form von keinem oder geringem Reichtum auf oder zeigt es sich auch psychisch, in Form von Burn-Out, Depressionen und Weltschmerz? Was ist Kapitalismus überhaupt? Sind Armut und Verelendung darin schon angelegt oder können wir darauf hoffen, doch noch an unseren Teil des Kuchens zu kommen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Was ist eine Klassen¬gesellschaft, gab es die jemals und gibt es die heute noch? Wenn ja, wie sieht sie aus? Was ist Klassenbewusstsein: verstaubter ML-Sprech oder Vehikel zur Revolution? Welche Ansatz¬punkte für erfolgreiche soziale Kämpfe ergeben sich für uns aus diesen Fragen?

Antworten auf die soziale Frage
Seit dem Beginn der Industrialisierung und dem damit verbundenen Aufkommen der sozialen Frage entstanden die vielfältigsten Ansätze zu deren Lösung: aus dem Bürgertum, der Arbeiterbewegung und von Pfaffen. Erleben diese Ideen gerade ein Revival? Warum setzen sich Unternehmer*innen wie der Chef der Drogerie-Kette „DM“ oder Elon Musk für ein bedingungs¬loses Grundeinkommen ein?
Wie unterscheidet sich hier Marx’ Ansatz von dem von Adam Smith und den Neoklassikern hervorgebrachten Appell an die individuelle Eigenverantwortung? Fördert dieser Appell an die Eigenverantwortung das Erstarken von klassischen Lebensläufen und die bewusste Entscheidung für konservative Paarbeziehungen mit patriarchalen Rollenbildern? Lässt sich im „Hygge“-Trend vielleicht sogar eine Wiederbelebung des Biedermeierschen Rückzugs ins Private erkennen − ganz im Sinne der Individualisierung?
Vor dem Hintergrund der Aufnahme von Geflüchteten wurde die soziale Frage verstärkt von rechts aufgegriffen. Wie verbindet die AfD ihre marktliberale Agenda mit dem Anspruch, die sozialen Probleme der heutigen Gesellschaft zu lösen?
Warum lautete die europaweite Reaktion der modernen Sozialdemokratien auf die Herausforderungen der neuen sozialen Frage quasi unisono: neoliberale Arbeitsmarkt-reformen und Reduzierung der Sozialleistungen?
Neoliberale Ansätze haben sich scheinbar durchgesetzt. Ist eine Rückkehr zum Sozialstaat der 1960er Jahre möglich? Wie könnten progressive Lösungen aussehen, die sich nicht im Ruf nach einem neuen keynesianischen „New Deal“ erschöpfen?

Soziale Frage und…
Beruht in der kapitalistischen Gesellschaft alles Widerliche auf einem Hauptwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit? Entfallen diese Widerlichkeiten einfach, wenn dieser Widerspruch aufgehoben ist? Oder gibt es Verschränkungen zwischen der sozialen Frage und Geschlechterverhältnissen, Rassismus, Antiziganismus, Behinderung, etc.? Wie sehen diese Verschränkungen aus? Was bedeutet das für unsere Theorie und Praxis?

Soziale Frage versus nationale Frage

„Nicht, daß der Hungernde stiehlt oder daß der Ausgebeutete streikt, ist zu erklären, sondern warum die Mehrheit der Hungernden nicht stiehlt und die Mehrheit der Ausgebeuteten nicht streikt“
Wilhelm Reich (1933)

Mit dem Wissen über die Entstehung des Nationalsozialismus stellt sich die Frage, wie es statt zur Revolution zu regressiven mörderischen Ideologiebildungen kam. Warum wird so oft auf die nationale Karte gesetzt, statt auf die soziale? Wieso erscheint vielen Menschen Nationalismus als die Lösung sozialer Problemlagen plausibel? Welche Rolle spielt die soziale Frage bei nationalen Bewegungen wie der katalanischen oder der kurdischen? Welche Positionen sind sinnvoll gegenüber nationalen Bewegungen, die soziale Themen im Fokus haben?
Arbeitsverhältnisse
Im Kapitalismus wird die soziale Realität jeder*jedes Einzelnen maßgeblich durch Vorhandensein und Art bzw. Intensität von Lohnarbeit geprägt – entweder individuell oder zu mehreren innerhalb von Paar-, Familien- und weiteren Konstellationen. Aus diesem Grund stellt sich auch die Frage nach dem Zusammenhang konkreter Arbeitsverhältnisse mit der sozialen Frage. Wie sieht dieser Zusammenhang aus? Welche Auswirkungen haben beispielsweise die zunehmende Prekarisierung vieler Berufe, atypische Beschäftigungs-verhältnisse wie Zeitarbeit oder die Forderung nach flexiblen Arbeitszeiten?
Darüber hinaus gibt es Tätigkeiten jenseits der Lohnarbeit, ohne die die gegenwärtige Gesellschaft nicht in dieser Form existieren könnte: Welche Rolle kommt unbezahlter Arbeit, Praktikum und Ehrenamt zu? Und was wären fortschrittliche Ansätze bezüglich reproduktiver Aufgaben – also Kindererziehung, Altenpflege, Beziehungsarbeit − und deren Aufteilung? Wie hängen reproduktive Arbeit und die soziale Frage zusammen?

Aktuelle linke Antworten und Perspektiven
Alle sind sich einig: Es muss sich was tun. Aber was tun wir? In der linken Bewegung scheint sich ein Richtungswechsel in der Praxis aufzutun. Statt Großevents geht es vermehrt um Basisorganisierung und sowohl inner- als auch außerhalb von Gewerkschaften wird wieder verstärkt auf die Beteiligung an Arbeitskämpfen gesetzt. Wie steht es um die aktuelle Diskussion über linke Praxis? Was sind eure Ansätze für linke Praxis und warum? Besteht bei einer Rückbesinnung auf altbewährte Praxis eine Gefahr in alte Denkmuster, wie Haupt- und Nebenwiderspruch, zurückzufallen?
Wie verändert sich die gesellschaftliche Lage nach dem Erstarken der Rechten? Welche Rolle übernehmen dabei Institutionen, die sich als sozial bzw. links verstehen? Nach der Bundestagswahl scheint es so, dass die SPD sich vermehrt um soziale Themen kümmern will. Ist dem zu trauen? Wie sieht es mit Gewerkschaften aus? Gibt es einen Strategiewechsel oder besteht die Gefahr von rechten Positionen vereinnahmt zu werden?

Rezensionen
Ihr habt letztens ein Buch gelesen und wollt etwas darüber loswerden? Ihr kennt da diesen einen Film, der auf keinen Fall unbesprochen bleiben sollte? Schickt uns eine Rezension zum aktuellen Werk oder zeitlosen Klassiker – von Beiträgen über die Perspektivlosigkeit bei „Fack ju Göhte 3“, Besprechungen zu Didier Eribons „Gesellschaft als Urteil“ bzw. „Rückkehr nach Reims“ oder zu aktuellen Neuerscheinungen wie „Die AfD und die soziale Frage“ (Stefan Dietl) kann da alles dabei sein. Idealerweise ist eure Rezension natürlich keine reine Inhaltsangabe, sondern behandelt und kritisiert Kernaussagen, zentrale Motive und könnte darüber hinaus auch Wirkung und Relevanz diskutieren.

Repliken auf die ThUg #1
In unserem Magazin sollen Debatten geführt werden können. Viele der Artikel aus der ersten ThUg findet ihr auch unter http://thugmag.blogsport.de. Ihr habt Entgegnungen, Kommentare oder andere Blickwinkel zu Artikeln der ersten Ausgabe der ThUg? Dann schickt uns eure Texte gerne zu – auch wenn es nur kurze Antworten sind.

Wir suchen Debattenbeiträge für die 2. Ausgabe des ThUg Magazine

Theorie & Ungeduld // ein Debattenorgan der SJD – Die Falken

Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe des Falken Debattenmagazins ThUg zum Thema „Erstarken der radikalen Rechten in Deutschland und Europa“ soll bald, das heißt zur Verbandswerkstatt im Mai, die zweite Ausgabe erscheinen. Die Redaktion für diese Theorie-Zeitschrift, die als Debattenorgan für Aktive und Funktionär*innen der Sozialistischen Jugend fungieren soll, wird jedes Mal von einer anderen Gliederung übernommen. Die Zeitschrift soll in unregelmäßigen Abständen − etwa einmal im Jahr − erscheinen. Die erste Redaktion hat der LV Thüringen übernommen, die nächste Redaktion übernehmen wir vom UB Nürnberg; im Anschluss geht sie in den Norden an den LV Hamburg.

Der Themenschwerpunkt wird „Die soziale Frage“ sein.

Auf der Bundeskonferenz in Erfurt gab es dazu rege Diskussionen und nicht nur bei Falken ist das so. Die soziale Frage und mögliche Lösungsvorschläge gewinnen an Aktualität, sei es durch schlechter werdende Lebensstandards und verschärfte Wohnraumkonkurrenz, durch völkische Bearbeitung sozialer Themen von rechts oder auch in Diskussionen um die Ausrichtung der eigenen Politik in der linken Bewegung. Auch die AJ (Falken-Publikation mit jugendlicher Zielgruppe) beschäftigt sich in ihrer nächsten Ausgabe mit dem Thema „Soziale Frage“. Umso wichtiger ist es, auch eine gute theoretische Debatte dazu zu führen. Wenn ihr eh schon an einer Frage dran seid, dann verarbeitet das Thema gerne entsprechend der Zielgruppe für die ThUg und die AJ.

Wenn ihr Beiträge zum Thema habt oder euch vorstellen könntet, welche zu verfassen (bitte keine falsche Scheu), schreibt uns. Gern gesehen sind auch künstlerische Beiträge jeder Art oder Rezensionen.
Um das Ziel, Debattenmagazin sein zu wollen, erfüllen zu können, braucht es natürlich auch Antworten, Entgegnungen oder Kommentare zu Artikeln der ersten Ausgabe. Wir freuen uns, wenn ihr da was beizutragen habt. Ihr habt weitere Zusendungen, die nicht zum Themenschwerpunkt passen? Meldet Euch trotzdem bei uns!

Die Deadline für Beiträge für die zweite Ausgabe ist der 22. Januar 2018.

Es gibt erstmal keine allgemeinen Einschränkungen hinsichtlich des Umfangs, die jeweilige Länge eines Beitrages wird in Absprache mit der Redaktion festgelegt.

Wenn ihr Lust habt, einen Beitrag zu verfassen, meldet euch unter thugmag@riseup.net. Wir freuen uns, von euch zu hören!

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Mit den nachfolgenden Fragen und Anmerkungen zum Themenschwerpunkt wollen wir Ideengeber*in für eure möglichen Artikel sein:

Zur Aktualität der sozialen Frage

In der linken Bewegung scheint die soziale Frage wieder mehr in den Mittelpunkt der eigenen Politik gerückt zu sein. Auch manche Parteien stellen die Frage nach der Wohlstandsverteilung nachdrücklicher und sogar der Papst verurteilt ein Wirtschaftssystem, bei dem der Mensch nicht im Mittelpunkt steht. Oft mag diese Tendenz auch als Reaktion auf soziale Themen, die völkisch, rassistisch und antifeministisch von rechts gesetzt werden, zu verstehen sein. Auch der Hype in der Linken um das Buch „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon zeigt: Das mögliche Versagen der Linken bei der Lösung der sozialen Frage treibt um und um ein Verständnis zum Verhältnis „soziale Frage“ und „Erstarken der Rechten“ wird gerungen. Warum scheint die soziale Frage bei vielen gesellschaftspolitischen Akteuren wieder aktueller zu werden? Ist das überhaupt so? Was sind neue Ansätze der Bearbeitung der sozialen Frage von links und anderswo? Welche (neuen) Positionierungen haben Parteien zur sozialen Frage vorge¬nommen? Ist eine mögliche Aktualität der sozialen Frage nur eine Reaktion auf den Rechtsruck? Kann man auf Grund der erstarkten Rechten von einem Versagen der Linken in der Auseinandersetzung mit der sozialen Frage sprechen? Was würde das für eine geänderte Praxis bedeuten?

Wie ist die Welt, die die soziale Frage stellt?

Dass die soziale Frage überhaupt gestellt wird, sagt unseres Erachtens schon mal etwas über diese Welt aus. Wie sieht diese Welt aus? Wie verhält es sich mit Armut und Elend – in Deutschland, Europa und weltweit? Welche Sprache sprechen Zahlen und Fakten zu der Frage? Was ist relative, was ist absolute Armut und warum interessiert uns das? Warum sprechen viele Linke − auch bei den Falken − davon, privilegiert zu sein? Und was hat das für eine Auswirkung auf unsere Theorie und Praxis? Was hat es damit auf sich, wenn insbesondere Studierende sich als Teil der gesellschaftlichen Elite betrachten? Wie sieht dieses „Privileg“ des studentischen Lebens tatsächlich aus? Was ist Elend und tritt dieses nur materiell in Form von keinem oder geringem Reichtum auf oder zeigt es sich auch psychisch, in Form von Burn-Out, Depressionen und Weltschmerz? Was ist Kapitalismus überhaupt? Sind Armut und Verelendung darin schon angelegt oder können wir darauf hoffen, doch noch an unseren Teil des Kuchens zu kommen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Was ist eine Klassen¬gesellschaft, gab es die jemals und gibt es die heute noch? Wenn ja, wie sieht sie aus? Was ist Klassenbewusstsein: verstaubter ML-Sprech oder Vehikel zur Revolution? Welche Ansatz¬punkte für erfolgreiche soziale Kämpfe ergeben sich für uns aus diesen Fragen?

Antworten auf die soziale Frage

Seit dem Beginn der Industrialisierung und dem damit verbundenen Aufkommen der sozialen Frage entstanden die vielfältigsten Ansätze zu deren Lösung: aus dem Bürgertum, der Arbeiterbewegung und von Pfaffen. Erleben diese Ideen gerade ein Revival? Warum setzen sich Unternehmer*innen wie der Chef der Drogerie-Kette „DM“ oder Elon Musk für ein bedingungs¬loses Grundeinkommen ein?
Wie unterscheidet sich hier Marx’ Ansatz von dem von Adam Smith und den Neoklassikern hervorgebrachten Appell an die individuelle Eigenverantwortung? Fördert dieser Appell an die Eigenverantwortung das Erstarken von klassischen Lebensläufen und die bewusste Entscheidung für konservative Paarbeziehungen mit patriarchalen Rollenbildern? Lässt sich im „Hygge“-Trend vielleicht sogar eine Wiederbelebung des Biedermeierschen Rückzugs ins Private erkennen − ganz im Sinne der Individualisierung?
Vor dem Hintergrund der Aufnahme von Geflüchteten wurde die soziale Frage verstärkt von rechts aufgegriffen. Wie verbindet die AfD ihre marktliberale Agenda mit dem Anspruch, die sozialen Probleme der heutigen Gesellschaft zu lösen?
Warum lautete die europaweite Reaktion der modernen Sozialdemokratien auf die Herausforderungen der neuen sozialen Frage quasi unisono: neoliberale Arbeitsmarkt-reformen und Reduzierung der Sozialleistungen?
Neoliberale Ansätze haben sich scheinbar durchgesetzt. Ist eine Rückkehr zum Sozialstaat der 1960er Jahre möglich? Wie könnten progressive Lösungen aussehen, die sich nicht im Ruf nach einem neuen keynesianischen „New Deal“ erschöpfen?

Soziale Frage und…

Beruht in der kapitalistischen Gesellschaft alles Widerliche auf einem Hauptwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit? Entfallen diese Widerlichkeiten einfach, wenn dieser Widerspruch aufgehoben ist? Oder gibt es Verschränkungen zwischen der sozialen Frage und Geschlechterverhältnissen, Rassismus, Antiziganismus, Behinderung, etc.? Wie sehen diese Verschränkungen aus? Was bedeutet das für unsere Theorie und Praxis?

Soziale Frage versus nationale Frage

„Nicht, daß der Hungernde stiehlt oder daß der Ausgebeutete streikt, ist zu erklären, sondern warum die Mehrheit der Hungernden nicht stiehlt und die Mehrheit der Ausgebeuteten nicht streikt“
Wilhelm Reich (1933)

Mit dem Wissen über die Entstehung des Nationalsozialismus stellt sich die Frage, wie es statt zur Revolution zu regressiven mörderischen Ideologiebildungen kam. Warum wird so oft auf die nationale Karte gesetzt, statt auf die soziale? Wieso erscheint vielen Menschen Nationalismus als die Lösung sozialer Problemlagen plausibel? Welche Rolle spielt die soziale Frage bei nationalen Bewegungen wie der katalanischen oder der kurdischen? Welche Positionen sind sinnvoll gegenüber nationalen Bewegungen, die soziale Themen im Fokus haben?

Arbeitsverhältnisse

Im Kapitalismus wird die soziale Realität jeder*jedes Einzelnen maßgeblich durch Vorhandensein und Art bzw. Intensität von Lohnarbeit geprägt – entweder individuell oder zu mehreren innerhalb von Paar-, Familien- und weiteren Konstellationen. Aus diesem Grund stellt sich auch die Frage nach dem Zusammenhang konkreter Arbeitsverhältnisse mit der sozialen Frage. Wie sieht dieser Zusammenhang aus? Welche Auswirkungen haben beispielsweise die zunehmende Prekarisierung vieler Berufe, atypische Beschäftigungs-verhältnisse wie Zeitarbeit oder die Forderung nach flexiblen Arbeitszeiten?
Darüber hinaus gibt es Tätigkeiten jenseits der Lohnarbeit, ohne die die gegenwärtige Gesellschaft nicht in dieser Form existieren könnte: Welche Rolle kommt unbezahlter Arbeit, Praktikum und Ehrenamt zu? Und was wären fortschrittliche Ansätze bezüglich reproduktiver Aufgaben – also Kindererziehung, Altenpflege, Beziehungsarbeit − und deren Aufteilung? Wie hängen reproduktive Arbeit und die soziale Frage zusammen?

Aktuelle linke Antworten und Perspektiven

Alle sind sich einig: Es muss sich was tun. Aber was tun wir? In der linken Bewegung scheint sich ein Richtungswechsel in der Praxis aufzutun. Statt Großevents geht es vermehrt um Basisorganisierung und sowohl inner- als auch außerhalb von Gewerkschaften wird wieder verstärkt auf die Beteiligung an Arbeitskämpfen gesetzt. Wie steht es um die aktuelle Diskussion über linke Praxis? Was sind eure Ansätze für linke Praxis und warum? Besteht bei einer Rückbesinnung auf altbewährte Praxis eine Gefahr in alte Denkmuster, wie Haupt- und Nebenwiderspruch, zurückzufallen?
Wie verändert sich die gesellschaftliche Lage nach dem Erstarken der Rechten? Welche Rolle übernehmen dabei Institutionen, die sich als sozial bzw. links verstehen? Nach der Bundestagswahl scheint es so, dass die SPD sich vermehrt um soziale Themen kümmern will. Ist dem zu trauen? Wie sieht es mit Gewerkschaften aus? Gibt es einen Strategiewechsel oder besteht die Gefahr von rechten Positionen vereinnahmt zu werden?

Rezensionen

Ihr habt letztens ein Buch gelesen und wollt etwas darüber loswerden? Ihr kennt da diesen einen Film, der auf keinen Fall unbesprochen bleiben sollte? Schickt uns eine Rezension zum aktuellen Werk oder zeitlosen Klassiker – von Beiträgen über die Perspektivlosigkeit bei „Fack ju Göhte 3“, Besprechungen zu Didier Eribons „Gesellschaft als Urteil“ bzw. „Rückkehr nach Reims“ oder zu aktuellen Neuerscheinungen wie „Die AfD und die soziale Frage“ (Stefan Dietl) kann da alles dabei sein. Idealerweise ist eure Rezension natürlich keine reine Inhaltsangabe, sondern behandelt und kritisiert Kernaussagen, zentrale Motive und könnte darüber hinaus auch Wirkung und Relevanz diskutieren.

Repliken auf die ThUg #1

In unserem Magazin sollen Debatten geführt werden können. Viele der Artikel aus der ersten ThUg findet ihr auch unter http://thugmag.blogsport.de. Ihr habt Entgegnungen, Kommentare oder andere Blickwinkel zu Artikeln der ersten Ausgabe der ThUg? Dann schickt uns eure Texte gerne zu – auch wenn es nur kurze Antworten sind.